MEINUNG | José Font Caballero
Die Werke von Rehabilitation Die Restaurierung der Casa de los Cholbi, eines Gebäudes aus dem 15. Jahrhundert im Herzen der Altstadt von Jávea, hat Besorgnis über den unwiederbringlichen Verlust von Kulturgütern von hohem historischem und architektonischem Wert hervorgerufen. Die angewandten technischen Kriterien und das Niveau der historischen Kenntnisse sind ebenso unbekannt wie der Grad der Aufsicht durch die lokalen und regionalen Kulturbehörden.
Der mündlichen Überlieferung der Familie Cholbi zufolge wurde das Gebäude vor der Entdeckung Amerikas errichtet und gilt als eines der ältesten Häuser der Gemeinde. Trotz Renovierungen im 19. und 20. Jahrhundert bewahrte das Gebäude bemerkenswerte Originalelemente, wie beispielsweise bisher unbekannte Wandmalereien – die derzeit erhalten werden – und zwei Fassaden, die repräsentativ für die damalige Zeit sind. Architektur die lokale Gotik, die inzwischen entfernt wurde.
Zu den bedeutendsten Verlusten zählt das Verschwinden des symbolträchtigen Fensters von Joaquín Cholbi Climent, einer prominenten Persönlichkeit in der Geschichte Das Gebäude und das schmiedeeiserne Tor des ursprünglichen Gebäudes wurden erhalten. Joaquín Cholbi entstammte einer der angesehensten Familien Jáveas, war mit dem Malteserorden verbunden und seit dem 17. Jahrhundert adliger Herkunft. Zeit seines Lebens bekleidete er mehrmals das Amt des Bürgermeisters, war Richter und regionaler Anführer der Karlisten.
Joaquín Cholbi, Sohn des Provinzabgeordneten Carlos Cholbi Zaragoza und Joaquina Climent Sombiela, stammte aus Bocairent und war außerdem der nächste Verwandte der bekannten Brüder Cristóbal und Carlos Cholbi Bañuls. Er war für die Organisation der Arbeiten im Asyl-Krankenhaus verantwortlich.
Eine besonders denkwürdige Episode ereignete sich am 3. Mai 1909 während der Prozession zum Aufstieg auf den Berg. NazareneLaut Aussage von Godofredo Cruañes Aracil, einem direkten Nachkommen von Joaquín Cholbi, hielt der Trauerzug vor dem Elternhaus an, damit der schwerkranke und bettlägerige Politiker sich von seinem Schlafzimmerfenster aus von dem alten Bildnis des Göttlichen Nazareners verabschieden konnte. Joaquín Cholbi starb im September desselben Jahres.
Diese Cholbi waren zudem die historischen Hüter der Gewänder des Nazareners, die in der gotischen Truhe dieses berühmten Hauses in der Carrer Roques aufbewahrt wurden, das später als Casa Candelaria bekannt wurde.
Heute ist von dieser historischen Stätte nur noch wenig übrig. Die Eingriffe haben Steine auf dem Boden und fehlendes Eisen hinterlassen und tiefes Unbehagen bei denjenigen hervorgerufen, die den Mangel an Sensibilität, Aufsicht und institutioneller Verantwortung beim Schutz des lokalen historischen Erbes anprangern.











